Leaving WhatsApp

Aufgrund aktuellem Anlass (1, 2, 3), habe ich mich dazu entschieden, WhatsApp aus meinem digitalen Nachlass zu entfernen. Die Gründe dazu sind vielfältig und streifen netzpolitische Themen, sicherheitsbedenken, den Drang, weg von einem Quasi-Monopolisten zu kommen bis hin zu «ein Statement setzen».

Vor wenigen Tage meint Elon Musk dazu:

Ich persönlich bevorzuge Threema schon seit längerem, weil die einfach eine tolle Sache machen (1, 2), aus der Schweiz sind, und ich persönliche Kontakte zur Firma habe. Ich möchte aber gegen das Monopol-Argument kämpfen und bin drum ab sofort auf den Plattformen Telegram, Signal, Threema, SMS und E-Mail erreichbar.

Falls jemandem die 3 CHF (einmalig) für das Threema App «zu viel» sein sollten, oder falls jemand «nicht bereit ist, so viel für einen Dienst der sonst gratis ist» zu bezahlen, der kann sich gerne bei mir melden und / oder folgende Grafik konsultieren (von Threema)

mit Unknown meinen Sie wohl «if it’s free, YOU are the product»


Prioritäten

Das ist schon sehr beeindruckend, wie die Prioritäten gesetzt werden. Ein Beispiel: wenn man in Kopenhagen eine Strasse aufreissen muss (wegen Leitungen oder so) wird die Strasse für Autos gesperrt und ein Veloweg eingerichtet. Auch Absätze bei Trotoires etc. werden stets mit einer Rampe (auch temporär) versehen und ordentlich markiert. Immer.


Kaffee und Kanelsnegel

Ich liebe ja Süssgebäck, und die Zimtschnecken (Kanelsnegel) sind also wirklich der Hammer, praktisch überall gibts die. Was mich aber noch mehr erstaunt ist die Kaffee-Güte, man kriegt hier in jedem Kaff auf dem Lande oder in einem Vororts-Schawarma-Laden einen perfekten Capuccino oder einen kräftigen Espresso Doppio.

Insta-Food-Bilder, kann ich.


Die dänische Einheitsgeschwindigkeit (DEHG)

Ich hab mein Velo ausgepackt und zusammengeschraubt. Ich freue mich auf die erste Fahrt. Auf dem Navi hab ich unauffällig die Adresse meines Hosts eingegeben und ich rolle meine ersten Meter im Velohimmel-Land. Schnell wird mir klar: hier wird anders radgefahren!

Die Dän*innen nehmen es eher gemütlich, so sehr, das ich dazu ein neues Wort erfinden musste, die DEHG (dee-haa-gee), die dänische Einheitsgeschwindigkeit, in der Physik auch bekannt als Vdän ist exakt 17,5 km/h und wird im strengsten Gang eines durchschnittlichen Dänenrades (ein klappriger 3-Gänger mit Nabenschaltung) gemütlich getreten. Es wird auch nicht gerne gesehen, wenn man schneller fährt, wobei man niemals gerügt werden würde.

Das führt zur Frage, wie machen das denn die sportlichen (Renn-)Velofahrer, die dann doch etwas mehr Speed in die Pedale treten?


Viel gebucht

Dann hab ich doch tatsächlich die gleiche Reise mit dem Zug nach Portugal im April noch einmal gebucht. Wieder mit 5 Besuchen am Schalter, diesmal ohne Velo. Und dann kam das Virus. Wenigstens bin ich dank SBB nicht auf den Kosten sitzen geblieben.

Weiter wollte ich im Sommer in den Norden, ebenfalls mit dem Nachtzug. Alles gebucht und dann doch nicht gegangen. Aus Gründen, die Kosten blieben mir diese Mal nicht erspart, da ich hätte gehen können.

Und jetzt nocheinmal gebucht, Kopenhagen einfach, mit Velo (nur einmal an den SBB Schalter, dafür dauerte das 60min). Und jetzt bin ich da. Es war zwar eher eng im Abteil mit meinem Velo aber es hat geklappt!